Tag 20: Freitag, 01. September 2017
Der
wahrscheinlich letzte Morgen auf einem Campingplatz für diesen
Urlaub brach an. Das Wetter lud nicht zu einem open-air Frühstück
ein, also kuschelten wir uns dafür im Wohnwagen in die Sitzgruppe.
Markus und die Kinder verschwanden anschließend zu einem kleinen
Waldspielplatz in der Nähe, während ich in Ruhe anfing,
aufzuräumen.
Einigermaßen
ausgetobt kehrte meine Familie zurück und ich bekam noch Hilfe beim
Leeren der Toilettenkassette. Da hält sich Markus immer gerne
vornehm zurück, mir dagegen macht das nichts aus, daher ist das
schon von Anfang an mein Job. Die Kinder sind recht interessiert
daran, wie es kommt, dass man oben „gelb“ einfüllt und unten
„grün“ rauskommt. Und wo ist eigentlich das Papier? Ich gehe nun
nicht weiter auf Details ein, wer mehr wissen möchte, der melde sich
gerne bei mir.
Einen
Streit, wer die WC-Kassette zurück zum Wohnwagen fahren darf, konnte
ich gerade noch vermeiden, in dem ich eine Doppelspitze bestimmte.
Jo,
und dann starteten wir Richtung Kirchröttenbach, einem friedlichen
kleinen Ort, in dem Markus´ Schwester Monika und ihr Mann Udo
wohnen. Sie hatten einmal leichtsinnigerweise angeboten, die Kinder
für ein paar Tage zu nehmen und die Premiere sollte gleich dieses
Wochenende beginnen. Die Kinder freuten sich schon seit Tagen darauf,
manchmal zweifelten wir schon, ob sie sich bewusst waren, dass sie
bleiben und wir Eltern alleine weiter fahren. Ferdi brachte es heute
auf den Punkt: Ätsch, wir haben noch länger Urlaub als ihr!
Da
der Freitag für Nicht-Urlauber ein normaler Arbeitstag ist,
vertrieben wir uns die Zeit noch damit, neue Schuhe für Luzi zu
kaufen. Innerhalb weniger Monate war sie aus ihren zuletzt
angeschafften Tretern herausgewachsen, wir landen mehr und mehr in
der Damenabteilung bei Größe 37!
Außerdem
hatte die junge Dame noch 2 EUR ihres Urlaubsgeldes übrig, über
dessen Verwendung sie eine ganze Weile in einem Müller Markt
nachdachte und sich schließlich für ein kleines Kärtchen
entschied, auf dem ein Steintürmchen am Strand abgebildet ist. Das
würde sie immer an den schönen Urlaub erinnern.
Eine Eisschlacht auf einem Rastplatz verbrannte (eigenartiger Begriff in diesem Zusammenhang) die restliche zu überbrückende Zeit: eine fast volle Eispackung, 4 Personen, 4 Löffel = 2 besonders zufriedene Kinder, 2 ob der sich in Grenzen haltenden Kleckereien erleichterte Erwachsene, eine leere Eispackung und 4 schmutzige Löffel. Ach ja, es wurde unendlich viel gegackert bei dieser Aktion!
Am
frühen Abend bogen wir schließlich bei Schwägerin und Schwager in
den Hof.
Drei wunderschöne, ereignisreiche und entspannende Wochen
Urlaub gingen für uns Eltern zu Ende. Die Kinder warfen sich sofort
in Monikas und Udos Arme und, soviel sei noch verraten, ließen uns am
nächsten Tag problemlos fahren.
Sommerurlaub
2017, es war schön mit Dir!





















































