Tag 14: Sa, 26. August 2017:
Heute
wurde Luzia ein Urlaubswunsch erfüllt. Ja genau, sie wollte
unbedingt mal wieder zu IKEA. Meine Tochter, hihi. Obwohl das Wetter auch
strandtauglich gewesen wäre, fuhren wir also nach Kiel und bummelten
gemütlich durchs Möbelhaus. Genau 2 kleine Teile landeten auf dem
Kassenband. Ein Oktopus aka Klappwäschehänger und ein kleines
Schreibbüchlein für Luzi, in das sie die ersten Urlaubsgeldeuros
von Oma Heidi investierte. Im Restaurant waren wir deutlich
kauffreudiger.
Unser
zweites Ziel für diesen Tag war Eckernförde. Die Friedmanns waren
dort gewesen und hatten uns sogar noch mit Material für mögliche
Unternehmungen dort ausgestattet. Zunächst bummelten wir am Strand
entlang. Eine ganze Weile mit nörgelig-nervigem Gequengel von Luzi
im Ohr, ihr sei kalt. Kalt. Es ist kalt. Mir ist so kalt. Es ist
kahahalt.
Ferdi studierte inzwischen die Proportionen einer überdimensionalen Meerjungfrau.
Ich denke das blaue Spielschiff, das tatsächlich mal ein Fischkutter gewesen ist, markierte den Wendepunkt, plötzlich stieg
die Laune auf weit über den Gefrierpunkt und von Frieren war nichts
mehr zu hören. Nicht einmal, als es später tatsächlich kühl
wurde. Kinder sind schon seltsame Kreaturen.
Am
Ende des Strandbummels gab es erst einmal das von Luzi dringend
benötigte Klo. Danach kurze Absprache mit den Jungs und dann ein
ein Besuch im kleinen aber feinen Aquarium. Man konnte Modelle sehen
wie z.B. den Querschnitt durch den Meeresboden der Ostsee mit all dem
Getier, das sich dort – in angemessenem Abstand zur Oberfläche –
herumtreibt. In kleineren Aquarien schwammen Baby-Plattfische umher
bzw. buddelten sich etwas in den Sand, bis nur mehr die Augen
herauslugten.
Auch größere Fische tummelten sich in weiteren
Becken, alle Tiere dort stammen aus der Ostsee.
Das
highlight stellte das große Streichelbecken dar. Hier konnte man
Seesterne in die Hand nehmen, Schollen und Butte streicheln (wenn man
sie fand), und sich im Krebse fangen üben, immer schön weit weg von
den schnell zuschnappenden Zangen.
Rundherum wurden Kinder
spielerisch an das Ökosystem Ostsee herangeführt mit z.B.
Tiermodellen, Rätseln und kleinen Filmchen, die durch in der mit
Meeresmotiven bemalten Wand eingelassene Taucherbrillen betrachtet
werden konnten.
Ein
separater, abgedunkelter Raum zeigte nachtaktives Getier und eine
wunderschöne Qualle, die vor dunkelblauem Hintergrund majestätisch
durchs Wasser schwamm, ihre langen Tentakel hinter sich herziehend.
Ein
Stockwerk höher gab es die Möglichkeit, sich, in einen Strandkorb
gekuschelt, verschiedene Reportagen über z.B. Krabben- oder
Dorschfischer anzusehen.
Wieder
draußen stolperten wir über diesen genialen Aschenbecherspender. So
ein Teil sollte es an allen öffentlichen Orten geben, die besonders
schön, deswegen gut besucht und meist besonders verdreckt sind.
Kippen an Ort und Stelle fallen zu lassen scheinen die meisten
Raucher für ihr gutes Recht zu halten.
Falls
der Text auf dem Foto nicht gut lesbar ist: Hier können sich die
Raucher eine Konservendose aus dem Spender ziehen, diese am Strand
als Aschenbecher nutzen, die Kippen am Spender entleeren und die
leeren Dosen oben wieder einwerfen. Das ist alles. Schlicht und
genial.
Direkt
ans Aquarium schloss sich ein in diesen Tagen stattfindender
Künstlermarkt an. Süßkartoffelpommes und frische gemachte
Kartoffelchips knabbernd bummelte es sich sehr angenehm. Ich fand an
einem zauberhaften Stand mit Selbstgenähtem ein Geburtstagsgeschenk
für meine bald dreijährige Nichte und für mich selber zwei
Möbelknöpfe für das mittlerweile weiss gestrichene Holzbuffett.
Der
Weg zurück zum Parkplatz führte durch kleine Gassen, über
urig-holpriges Kopfsteinpflaster, vorbei an liebevoll dekorierten und
bepflanzten kleinen Häuschen.
Vor
einem saß ein richtiger Seebär auf einer Bank, daneben hing ein
Kasterl mit einer handgeschriebenen Notiz: Stockrosensamen zum
mitnehmen. Da wanderte auch schon ein Tütchen in meine Handtasche.
Zurück
zu Hause bauten wir ruck zuck aus Semmeln vom Frühstück und dem,
was der Kühlschrank so hergab, „Burger“ und die Brut wanderte
nach Zähneputzstopp im Waschhaus satt und zufrieden ins Bett.









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