Dienstag, 29. August 2017

Plausee 3

Tag 10: Di, 22. August 2017

Der Ferdi ist seit heute 5 Jahre alt. Mein Kleiner. Mein Baby. Dieses 2kg Packerl, als das er viel zu früh auf die Welt geholt werden musste. Der sich so fantastisch entwickelt hat, dass niemand auf die Idee käme, ihm seien 2 von 9 Monaten im Bauch verwehrt worden.
Er hatte sich die ganzen letzten Tage sehr auf diesen Tag gefreut und immer genau gewusst, wie oft er noch schlafen muss, bis er Geburtstag hat. Und heute war es so weit und der kleine Mann total aufgedreht und voller Vorfreude. 
Kaum war der Frühstückstisch gedeckt klingelte auch schon mein Telefon. Oma und Opa aus Fürstenfeldbruck waren dran und gaben, wie traditionell in unserer Familie, „Hoch soll er Leben“ zum besten. Ferdi strahlte die ganze Zeit vor Freude. 




Nach dem Kerzen auspusten und etwas Frühstück war Geschenke auspacken Priorität Nr. 1. Erst die bunte Kiste, von der er sofort wusste, dass sie von Tante Monika und Onkel Udo stammen musste. Da saßen sie, die Geschwister, beide total neugierig und Luzi sehr großzügig ihre Hilfe beim Öffnen des Paketes anbietend.




Ein Kuschelschweinchen kam zum Vorschein und der Ausruf „Jetzt hab ich mein eigenes Schwein!“ (Bezug nehmend auf Luzis Lieblingskuscheltier, das Schweinchen von Lotta aus der Krachmacherstraße, das eigentlich Teddy heißt. Aber das ist eine andere Geschichte).
Und dann kam da noch eine DVD zum Vorschein: Urmel aus dem Eis. Und gleich der Wunsch, es möge doch baldigst wieder einmal regnen, damit der Film geguckt weden kann.
Nun konnte Markus es kaum mehr erwarten, auch unser bzw. eher sein Geschenk an den Sohn zu bringen. Er hatte sich schon monatelang darauf gefreut, seine alte Fischertechnik seinem Sohn zu schenken. Noch kurz vor dem Urlaub hatte er sämtliche Kleinteile fein säuberlich sortiert und in die passenden Kästen sortiert, so dass zu jedem der Anleitungshefte auch wirklich alle Bauteile vorhanden waren.
Und nun packte Ferdi zuerst die Anleitung aus. Und blätterte sie durch. Und kapierte recht schnell, dass da wohl noch irgendwo Teile zum bauen fehlen würden. Und hatte recht, denn als nächstes überreichte Markus ihm eine Kiste. 




Und ab da war der Tisch unserer Sitzgruppe im Wohnwagen für sämtliche anderen Nutzungsweisen als die des Werktisches für allerlei Fahrzeuge, Maschinen und Flugobjekte tabu.
Immerhin verließen wir den Wohnwagen an diesem Tag noch. Unser kleiner großer Junge durfte sich zur Feier des Tages aussuchen, ob wir in den Hochseilgarten oder in die Müritzer Therme gehen. Er wählte das Wasserparadies und so verbrachten wir 4 Stunden in verschiedenen Becken, Strömungskanal, Rutsche und auch mal Sauna. Pommes zum Mittagessen rundeten das perfekte Kinderprogramm ab.
Auf dem Weg zurück passierten wir wie auf dem Hinweg ein richtig hübsches Städtchen, Malchow, eine Inselstadt. Auf der einen Seite begrenzt durch eine Zugbrücke, die auch prompt auf dem Heimweg in Betrieb war und einen recht beachtlichen Stau durchs Städtchen verursachte.
Und: ich sah endlich Kraniche. Zwei Exemplare standen auf einem abgeernteten Kornfeld und pickten sich wohl die übriggebliebenen Körner zwischen den Strohhalmen heraus. Beeindruckend große Vögel sind diese Kraniche!
Selbstverständlich hatte Ferdi mit seiner Annahme, zu einem Geburtstag gehöre auch ein Kuchen, recht. Im Kühlschrank wartete eine in weiser Vorraussicht von Markus dort platzierte Sahnetorte auf ihn, von der er glücklich einen beachtlichen Anteil verdrückte. 





Das Abendessen war damit obsolet.
Dass der See abends eine wunderbare Kulisse für einen traumhaften Sonnenuntergang bot, interessierte ausser mir niemanden. 




Schliefen sie alle schon? Nein, zwei dem Nachtschlaf entsagende männliche Mitglieder dieser Familie saßen derweil hochkonzentriert am Sitzgruppentisch und konstruierten.



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4 Kommentare:

  1. Hallo Ihr Party-People, ....oh wie schöööön so ein Kinder-Geburtstag !! Pommes, Schwimmbad, viiiele Geschenke, und - frühzeitig hat der Markus ein klares Signal gesetzt, um den Ingenieur-Mangel zu beheben: Begeisterung für Basteln + Bauen + Erstellen hoher Häuser muss früh geweckt werden ! Übrigens hat Herr Eiffel den Eifelturm in 18 Monaten fertig gestellt, + das vor mehr als 100 Jahren. Herr Eiffel war der Erfinder von Fischer-Technik, dieses wird in den Büchern oft vergessen !

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  2. Das klingt nach einem wundervollen glücklichen Geburtstag!
    Ich glaube, an der Drehbrücke in Malchow waren Anja und ich auch vor. äähhh, 8 Jahren ungefähr? Und an den ein paar Seen auch (meist vorbeigefahren und an einen kamen wir aufgrund der dichten Binsen gar nicht erst ran) und im Bärenwald Müritz. Bin ja gespannt, was Ihr noch so alles erlebt habt.

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  3. Echt, Du warst in Malchow? Seen gibt es ja unzählige dort, total schön. Vom Bärenwald hatte ich gelesen, den haben wir aber nicht geschafft.

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    1. ja, hab grad die Fotos rausgesucht, wir waren in Malchow und in Plau, irgendwo dazwischen gab es noch einen schönen Klosterkräutergarten.

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