Tag 11: Mi, 23. August 2017
Juchhuuuu, endlich mal wieder Meer! Es zieht mich immer dermaßen ans Meer, so einmal im Jahr muss das sein. Dabei liebe ich besonders die etwas rauere See, wo es auch mal stürmt, gscheide Wellen hat, Ebbe und Flut, viel Getier.Während der Fahrt überlegten wir noch, an welchem Teil der Ostseeküste wir Station machen sollten. Ich erinnerte mich, dass Melanie und Jan, liebe Freunde von uns, mit ihren Kindern auch gerade dort oben Urlaub machten. Moderne Kontaktaufnahme via WhatsApp, gefolgt von einem altmodischen Anruf, Standortdurchgabe, Entscheidung: wir suchen sie heim in Krusendorf/Schwedeneck, nicht weit von Kiel. Die Kinder freuten sich, denn Luzi versteht sich prima mit Ida, der ältesten Tochter, und Ferdi und Oskar, der in etwa gleich alte Sohn, haben sich ebenfalls sehr gern. Jan empfahl uns auch gleich noch einen hübschen Campingplatz fußläufig zu ihrem Ferienhäuschen und direkt am Meer.
Am Nachmittag kamen wir bei schönstem Sonnenschein an, bekamen ein Traumplätzchen in erster Reihe gleich hinter der Düne und noch während wir das Nötigste aufbauten rückte Familie Friedmann auch schon an. Das erste kühle Getränk des gemeinsamen Resttages nahmen wir am Wohnwagen ein, anschließend hiess es Badesachen packen und an den Strand.
Es ging ein frischer Wind, die Mädels hüpften dennoch in der Brandung herum und auch Markus und ich gingen ein paar Züge schwimmen.
Die ersten Muscheln wurden gesammelt, arme Ehemänner und Kinder (nicht meiner!) mit toten Krebsen erschreckt und ein großer Sandkrater, den Jan und Oskar als Windschutz gebuddelt hatten, inspiziert.
Es gab auch schon einen Plan für abends, dem wir uns gerne anschlossen. Knappe 2 km wandern auf einem Pfad an der Küste entlang, teilweise hoch über dem Meer an der Steilküste, bis zu einem hübschen Restaurant. Dort lecker essen, den Sonnenuntergang bewundern und dann, mit Taschenlampen bewaffnet, eine Nachtwanderung am Strand entlang heimwärts machen.
Der Hinweg war ein Traum.
Fast immer Meerblick, ein Pfad der teils über Wiese, teils durch Laubwald, über ein paar Treppen und durch knöcheltiefen Sand führte.
Mal hinter der Düne entlang, wo dicht an dicht Brombeersträucher standen, die um diese Zeit auch reichlich Früchte trugen. Vorspeise: check!
Nochmal ein paar Meter Steilküste.
Das letzte Stück führte am Strand entlang, durch eigentlich verbotenes weil militärisches Gebiet. Es stellte aber eine Abkürzung dar und außerdem waren auch andere Leute dort unterwegs. Entschuldigung genug für uns, die mittlerweile etwas quengelige Meute dort hindurchzuscheuchen.
Danach kam schon der „blaue Seestern“, das sehr einladend aussehende Strandrestaurant in Sicht. Hübsch mit Birkenstämme und Treibholzschildern dekoriert, die Tische locker verteilt und teils auf Podesten. Zum Meer hin Glaswindschutz. Wir ergatterten einen schönen Tisch und hatten etwas zu tun, bis alle Kinder und Erwachsenen – es gibt da ja noch die knapp einjährigen Zwillingsmädchen Anni und Lene – ihren Platz gefunden hatten. Es wollten selbstverständlich Ida und Luzia nebeneinander sitzen, desgleichen Ferdinand und Oskar. Die zwillingsbepackten Eltern sollten etwas mehr Bauchfreiheit bekommen und dann mussten noch die Essens- und Getränkebeschaffer einigermaßen leicht rauskommen. Und wehe es wollte dann noch jemand aufs Klo.
Die überwiegende Mehrheit entschied sich für Fish&Chips, dazu gab es kühles Flens, Apfelschorle und Biolimoade. Der Marsch hatte hungrig gemacht und es wurde ordentlich gespachtelt.
Einen Kaffee für die Großen bzw. Softeis für die Kinder gab es noch als Abschluss, anschließend rüsteten wir uns für die Gruselnachtwanderung. Diie Taschenlampen waren durchaus nötig, es war gscheid duster. Ein bisschen Meeresrauchen, ab und an ein nicht zuzuordnendes Geräusch, aus dem Lichtkegel heraushüpfende Kröten – für Unterhaltung war gesorgt. Anni fand die Aktion streckenweise gar nicht komisch und auch den Jungs ging auf halber Strecke die Kraft aus. Oskar konnte in den von Jan gezogenen Bollerwagen klettern und Ferdi nahm abwechselnd auf meinen oder Markus´ Schultern Platz. Die Mädels marschierten ohne Probleme, oft auch ein Stück voraus und recht unbeeindruckt von der geheimnisvollen Stimmung.
An einer Rampe für Boote trennten sich die Wege, links ging es zu den Ferienhäuschen und noch ein Stück geradeaus lag unser Campingplatz. Puhhh, geschafft! Die Kinder plumpsten in die Betten und waren praktisch augenblicklich eingeschlafen. Uns schmerzten etwas die Schultern, aber den Spass war es wert.







Traumhaft! Bin grad am Nachlesen- mir kam eine kleine Lilli dazwischen☺. Soooo viele tolle Plätze und Orte- herrlich.An die Ostsee muss ich auch mal. Ich freue mich auf noch mehr Geschichten und auch wieder auf euch!!!!
AntwortenLöschenLilli durfte dazwischen kommen ;)
LöschenHerrliche Bilder, und super, dass Ihr Melanie & Jan getroffen habt, das muss für die Kinder der Wahnsinn gewesen sein!
AntwortenLöschenLuzi und Ferdi freuten sich riesig auf ihre Freunde. Ist so schön, dass sie sich so gut verstehen und ohne Aufwärmphase spielen, obwohl sie sich ja recht selten sehen.
Löschen